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analyzing guiseppe terragni
prof. thomas werner| münster school of architecture
Casa sul lago per artista

»Das Klischee ist veraltet, wonach der Künstler sich anders als alle anderen verhalten soll ... Das Haus eines Künstlers ist das Haus eines intelligenten modernen Mannes mit Geschmack, der frei und bescheiden lebt und arbeitet.«

Terragni leitet die ganze »Gruppe von Como« an, dieses demokratische Programm zu realisieren, welches ganz offensichtlich »unorganisch« ist, gemessen an der faschistischen Ideologie, die darauf abziehlt, Kultur zu eigenen Propagandazwecken zu mißbrauchen. Es ist ein Plan, der in zwei Sektoren gegliedert ist, die durch eine Galerie verbunden sind: Auf der einen Seite ist die Wohnung, auf der anderen Seite das Atelier. Die Fronten wirken »zufällig«, deskriptiv, befreit von jeglicher kompositorischer Härte und losgelöst von allen scholastischen Regeln.

Trotz dieser augenscheinlichen »Zufälligkeit« verwendet Terragni geometrische Kompositionsmethoden wie dem Goldenen Schnitt, Proportionswiederholungen, und das methodische Arbeiten in Fassadenschichten.