<< | | | | | >>
venedig
vertical composition - tipped up city
prof. arch. armando dal fabbro - IUAV venezia
Porto Marghera zeichnet sich aus durch seine Entwicklung von einer industriell geprägten Region zu urbanen Strukturen. Der Platz wird immer noch dominiert von der Kulisse des Hafens und der Schwerindustrie: Schornsteine, Kräne, Lagerhäuser...
Demgegenüber liegen die Kirchtürme Venedigs.

Bezugnehmend auf diese vertikalen Strukturen Venedigs kommuniziert der Turm der Music-City an den verschwommenen Grenzen der Lagune zwischen Insel und Festland. An der Wasserkante gelegen wird er per Boot oder zu Fuß erschlossen. Die umliegenden Gebäude in ihrer U-Form rahmen das Ensemble aus Music-City und Konzert-Auditorium.

Der Turm ist organisiert wie ein hochgeklappter städtischer Teil Venedigs: das Fundament eines Stadtausschnittes wurde zu einem Rückgrat für die technische Versorgung des Komplexes und verfügt ebenfalls über Expressaufzüge und Fluchttreppen. Die Gebäude wurden zu Volumen, welche die einzelnen Funktionen der Music-City aufnehmen, wie Auditorien, Foyers, experimentelle Klangräume, Proberäume, verschiedene Örtlichkeiten für Administration und eine Skylounge.
Der Bereich zwischen diesen Volumen wird als Fläche genutzt, welche zum Verweilen einlädt, wie etwa im eingestellten Café.

Verbindungspfade funktionieren als "promenade architectural" und bieten eine Bühne für spannende und aufregende Blickbeziehungen. Die attraktiven Zwischenräume spielen mit den Themen Nah und Fern, Eng und Weit, Erreichbar und Unerreichbar, Dämpfend und Tönend. Diese charakteristischen Eigenschaften einer städtischen Umgebung auf der eine Seite und die vertikale Struktur auf der anderen Seite unterstreichen die sich entwickelnde Verbindung von Venedig und Marghera.


Martin Grotheer
Ralph Kloth
Björn Liese